Volterra

Wer sich besonders für Alabaster interessiert sollte unbedingt Volterra in sein Besuchsprogramm aufnehmen. Man fährt von Tarvanelle über Poggiponsi und dann nach Volterra. 

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Dabei erblickt man nochmals San Gimignano.

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Bereits bei der Anfahrt erhascht man eine wundervollen Blick auf die Alabasterstadt. Auch hier sind wieder Parkgaragen, die den Ausflugsverkehr aufnehmen, die Stunde kostet 2500 Lire.

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Die Medicifestung überragt die Stadt und gibt einen Eindruck ihrer Wehrhaftigkeit. Wie sich später herausstellte dient sie heute als Gefängnis und ist streng bewacht. Das Fotografieren und Vorbeigehen ist verboten. Man kann nur aus einiger Entfernung Bilder machen und, wenn man am Rand der Stadtmauern weitergeht, so kann man auch ermessen, dass die Medici wussten, wie man eine Festung sicher macht und die Italiener heute dieses Wissen nutzen, um die Gefangenen sicher zu verwahren. Ob die es allerdings zu schätzen wissen, dass sie in einer alten Festung "sitzen" dürfen, das sei dahingestellt.

Nun zum Alabaster, er besteht aus Kalziumsulfat, das weicher als Marmor ist und sich deshalb gut bearbeiten lässt.
In den Läden bekommt man neben dem Kitsch auch allerhand Geschmackvolles,  die Preise sind unterschiedlich, aber durchaus akzeptabel.

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Am Piazza dei Priori steht das Rathaus, das einen düsteren Eindruck macht, es strahlt die mittelalterliche Atmosphäre aus.
Das Rathaus ist das älteste der Toskana, es diente später auch anderen Rathäusern als Vorbild z.B. dem Palazzo Vecchio in Florenz.

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Wenn man neben dem Rathaus durch die kleine Holztür in dem Haus, das aus in Streifen verarbeiteten grauem und weißen Marmor besteht geht, steht man plötzlich direkt neben dem Altar des Domes. der Dom besitzt eine wunderschöne Kassettendecke von Stuckfiguren und ist sonst auch reichhaltiger ausgestattet.


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Durch viele kleine Gässchen, wie so oft in den Städten hier, geht es zum besterhaltenem Amphitheater Italiens. Die Überreste versetzen den Betrachter in die Zeiten der römischen Theaterschreiber.

Vom Amphitheater hat man auch einen guten Blick auf San Giusto.

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Von der Ferne sieht es aus als wenn die Kirche nahe an einem Abgrund steht, tatsächlich ist sie im 18. Jahrhundert teilweise eingestürzt und wiederaufgebaut worden.

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Aus der näher betrachtet, zwar eine mächtige, aber wie fast alle Kirchen hier, spartanisch ausgestattete Kirche. Wie eine Tafel Auskunft gibt sind die 4 Seitenaltarbilder gestohlen worden.

Aber nun weiter südwärts.

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Um einmal abseits der Städte einen Eindruck der Vielfalt der toskanischen Landschaft zu bekommen, fuhren wir in die Colline Metallifere. Dieses Gebirge lieferte bereits den Etruskern Eisen, Silber und Kupfer. Inzwischen sind die Vorkommen erschöpft.

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Dieses Gebiet ist aber auch wegen seiner vulkanischen Erscheinungen bekannt. Mitten in der sonst so vielfältigen Landschaft der Toskana liegt der Ort Loderello mit seinem Kraftwerk, das durch heiße Dämpfe aus der Erde gespeist wird. 45 Turbinen erzeugen dort Elektrizität. Die Bohrlöcher reichen bis zu 1700 Meter in die Tiefe und bringen den bis zu 260 Grad heißen Dampf an die Oberfläche. Eine Begleiterscheinung der vulkanischen Aktivitäten ist die Borsäure, die in den Thermalquellen verwendet wird.

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Die Wälder der Colline Metallifere schließen an die vulkanischen Erscheinungen an, man kann sich gut vorstellen, dass es hier sowohl jede Menge "Funghi" als auch die berühmten Wildschweine gibt, außerdem ist es ein beliebtes Wandergebiet und auch die Radfahrer erobern diesen Bereich, trotz der großen Höhenunterschiede.

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Gerfalco ist ein bezaubernde kleiner Ort am Rande des Le Cornato der 1060 Meter hoch ist. 

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Ein zweiter mittelalterlicher Ort ist Radicondoli, der sich ebenfalls an den Berghang schmiegt. Dieser Tag ist zwar für den Fahrer etwas strapaziös, weil er die 150 km auf kurvenreicher Straße zurücklegen muss, die zeitweilig nicht mehr als 50 km/h erlaubt, aber sie bietet einen ganz neuen Eindruck der Toskana, abseits der Fremdenverkehrsmetropolen.

 

Last update: 22.09.09Zurück Home Weiter

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